Spendenprojekte in Ghana

Unterstützung für hilfsbedürftige Kinder in Ghana

 
03Sept
2013

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.

Ich bin gerade in Dubai am Flughafen und sitze am "Check In" Bereich C 16...auf nach Accra. Sobald ich wieder in Deutschland bin, werde ich mir in Ruhe Zeit nehmen und von den Erfahrungen berichten. Nun aber erstmal alles erleben... :)

"There is no end to education. It is not that you read a book, pass an examination, and finish with education. The whole of life, from the moment you are born to the moment you die, is a process of learning." (Jiddu Krishnamurti)

 


30August
2013

News Blog # 012: "Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt."

Hey :)

in 3 Tagen beginnt mein dritter Ghana Besuch und ich freue mich auf die kommenden Erfahrungen. Gestern habe ich mich mit Bobby getroffen. Er ist Taxifahrer in Kiel und durch eine schöne Geschichte haben wir uns vor gut 4 Monaten kennengelernt. Er lebt seit über 20 Jahren in Deutschland und sein Heimatland ist...Ghana. :)
Wir haben stundenlang über unsere Erfahrungen bei einer Cola gesprochen und er hat mir eine riesen Kontaktliste versprochen, damit ich weitere Eindrücke in Ghana bekommen kann. Außerdem werde ich seine Familie besuchen fahren, die in Kumasi lebt. Ich bin sehr gespannt und werde berichten. :) 

(Bobby und ich bei unserem Ghana Date)

 

Außerdem habe ich noch eine tolle Nachricht. Neben meinen Reiserucksack werde ich noch einen Koffer mitnehmen (Übergepäck) und damit der durch Sachspenden voll wird, habe ich Freunde/Bekannte gefragt, ob sie Sachen mitgeben wollen. Das Ergebnis seht ihr unten auf dem Bildern.

 

Zum Abschluss heute...ein weiterer Zeitungsartikel aus der "Kieler Nachrichten". 

Vielen Dank an den TSV Schilksee für die Möglichkeit noch einmal vor dem Abflug Spendengelder sammeln zu können.  

28August
2013

Together...we can make a difference (Beneficial Kiel)

20August
2013

News Blog # 011: "Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf."

Mein Visum ist rechtzeitig angekommen und in 2 Wochen beginnt erneut die Reise ins Herzland Westafrikas. Meine Vorfreude wächst stündlich. :)
Weitere Projekte werden angepackt und ich reise in verschiedene Städte um mich über Krankenhäuser, Schulen und soziale Einrichtungen zu informieren. Außerdem versuche ich ins Landesinnere zu kommen um mir ein eigenes Bild fern von Reiseführern oder Attraktionen machen zu können. 

Hier ein kleiner Videobeitrag zu einem Thema, das mich berührte. Er dokumentiert die Kinderarbeit, bzw die Versklavung von Kindern in Ghana.

Weitere Infos folgen:

 

14August
2013

News Blog # 010: "Spenden Flashmob Shooting im Schrevenpark"

Vielen Dank für euren Besuch am Sonntag und es freut mich sehr, dass ihr dadurch meine Vorhaben unterstützt habt.  

01August
2013

News Blog # 009: "Wir müssen die Jugend auf ihre Zukunft vorbereiten, nicht auf unsere Vergangenheit."

Bildung ist insbesondere für Entwicklungsländer ein strategisches Instrument zur sozioökonomischen Entwicklung. Sie spielt im Rahmen der Armutsbekämpfung eine entscheidende Rolle, denn sie ist oft Grundvoraussetzung zur Erlangung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen, die dem Individuum neue Wahl- und Handlungsmöglichkeiten eröffnen und ihm dadurch ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. 

In Ghana sind Bildungssysteme jedoch nur begrenzt im Stande, die ihnen zugeschriebenen Funktionen zu erfüllen beziehungsweise Lösungsansätze für Entwicklungsprobleme bereitzustellen. Bildung ist in Entwicklungsländern zudem ein machtabhängiges und umkämpftes Feld, welches durch das koloniale Erbe vermehrt dazu tendiert, bestehende ökonomische und gesellschaftliche Verhältnisse zu reproduzieren.

Die Bildungsergebnisse in Ghana zeigen, dass sich die Bildungssituation der Länder in vielerlei Hinsicht verbessert hat. Dies gilt besonders für die Einschulungsraten, Geschlechterverhältnis, (Brutto-) Aufnahmerate in die erste Klasse und Abschlussraten im Primarschulbereich sowie für den langsamen Anstieg der (Brutto-) Einschulungsraten in der Sekundarstufe. Rückschläge sind trotz (geplanter) Maßnahmen vor allem im Bereich der Geschlechterparität in der Sekundarstufe und im Alphabetisierungsbereich zu verzeichnen, sowie bei dem Geschlechterverhältnis des Lehrpersonals. Das bedeutet, dass Mädchen und Frauen seltener lesen und schreiben können, die Sekundarstufe besuchen und als Lehrerin arbeiten als noch vor ein paar Jahren.

Dies ist angesichts der großen Bedeutung der Frauen- und Mädchenbildung sowie der Sekundarschulbildung für die Armutsbekämpfung schwerwiegend. Die Geschlechterungleichheit beeinflusst zudem massiv die Erreichung der MDG (Millennium-Entwicklungsziele) und EFA („Bildung für Alle“) Ziele. Im Fall von Ghana ist es als unwahrscheinlich anzusehen, dass das Land das fünfte EFA Ziel (Gleichstellung der Geschlechter) beziehungsweise das dritte MDG (Gleichstellung und größeren Einfluss der Frauen fördern) bis 2015 erreicht. 

01August
2013

Kielerleben Artikel vom 31.07.2013

Vielen Dank an Thore Albertsen für den Bericht.

Link: http://www.kielerleben.de/news/citynews/vom-traum-nicht-mehr-gebraucht-zu-werden 

 

Vom Traum, nicht mehr gebraucht zu werden

Für Sport- und Germanistikstudent Thomas Jenckel zählen Handlungen mehr als Worte. Seit zwei Jahren startet er Charity-Aktionen, um den Menschen in Ghana zu helfen, und kann bereits einige Erfolge verbuchen.

Ghana – die meisten Deutschen denken bei diesem Land an Kriminalität, Armut, Stammeskriege. Zumindest ist es das, was in den Medien über Länder in Afrika publiziert wird. Thomas Jenckel alias Tommy jedoch hat ein anderes Bild. Ghana, das bedeutet für ihn Gastfreundschaft, Familie, Respekt und vor allem Liebe.

Vor zwei Jahren kam der 27-jährige Sportstudent das erste Mal auf Anraten einer Freundin im Rahmen eines Freiwilligenprogramms in die Nähe von Accra, der Hauptstadt des afrikanischen Küstenlandes Ghana. Dort unterrichtete er für vier Wochen Sport, Deutsch, Englisch und Mathe. Das Leben und die Menschen dort beeindruckten ihn von Beginn an: „Trotz der Armut des Landes, wissen die Menschen das Beste aus ihrer Lage zu machen und sind mir mit einem unglaublichen Wohlwollen entgegengetreten“, erzählt Tommy mit einem Lächeln auf den Lippen. „Einmal bin ich in einer sehr armen Gegend gewesen. Die Menschen fanden mich interessant, wollten mit mir sprechen und bestanden darauf, mir eine Cola auszugeben. Und diese kostet dort umgerechnet 50 Cent. Das ist die Hälfte des Geldes, das viele Ghanaer für einen Tag zum Leben haben.“ Viele solcher Situationen begegnetem dem 27-Jährigen während seines Aufenthaltes und begannen sein Wesen zu prägen und seine Sicht der Dinge zu verändern. „Ich bekam einen Blick dafür, was wirkliche Probleme sind und den Leistungsdruck in Deutschland nicht mehr so wichtig zu nehmen.“

Thomas Jenckel wollte Ghana etwas zurückgeben

Als er nach drei Monaten vom alten Kontinent nach Deutschland zurückkehrte, fasste er den Entschluss, dem Land – seinem Ghana – etwas zurückgeben zu wollen. Und das nicht über eine Organisation, in der die Spender anonym bleiben und wo das Geld wohlmöglich in unbekannten Kanälen zu versickern droht, sondern über eigenes Engagement. Die Gelegenheit hierzu bot ihm sein Nebenjob als DJ. Als Deejay T.J. the Remixkiller stand er bereits seit seinem 15. Lebensjahr an den Plattentellern. Mit BENEFICIAL-Parties, die regelmäßig im Luna stattfinden, begann er nun Geld zu sammeln, mit dem er der armen Bevölkerung in seinem Dorf helfen konnte. Im März 2012 reiste er so erneut nach Ghana und kaufte von örtlichen Händlern 300 Zahnbürsten und Schulbänke für die Dorfschule sowie 15 Matratzen für die Kinder eines Waisenhauses, die bis dahin auf dem Boden geschlafen hatten. Dabei stand er im ständigen Dialog mit den Hilfsempfängern: „Ich will, dass sie bestimmen, was sie am nötigsten brauchen. Das ist nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe“, erzählt er mit einem Funkeln in den Augen. Sein nächstes großes Vorhaben: Wassertanks sollen gebaut werden. So können die hygienischen Verhältnisse durch fließendes Wasser gebessert werden. Denn in Ghana wird fast ausschließlich mit den Händen gegessen. Wenn diese nicht richtig gewaschen werden können, erhöht sich das Risiko einer ernsthaften Erkrankung, gerade bei Kindern.

Der 27-Jährige arbeitet mit seiner ganzen Kraft daran, das benötigte Geld zu beschaffen. Neben den Partys sollen auch andere Projekte realisiert werden, die nicht nur das Kieler Partyvolk ansprechen sollen. Für die Realisierung sucht Tommy immer nach zahlreicher Unterstützung. „Es wäre toll, wenn sich Leute finden, die auch einfach Lust haben, was zu reißen“, erzählt der angehende Sport- und Deutschlehrer. „Manchmal ist es auch toll, einfach kreativen Input zu bekommen, sich gegenseitig zu motivieren und auch mal in den Arsch zu treten.“

Auf seinem Blog schildert er seine Erlebnisse

Auf seinem Blog tommygoesghana.auslandsblog.de/ informiert er detailgenau, wofür das Geld in Afrika ausgegeben wird. Auch über seine im September anstehende Reise in das afrikanische Land wird er hier wieder mit Leidenschaft berichten, um mehr Leute für diese Problematik zu sensibilisieren und für sein Projekt zu gewinnen. 
Weitermachen will er so lange bis sich sein Traum erfüllt hat: Der in Ghana nicht mehr gebraucht zu werden, weil die Menschen sich selbst helfen können. Jeder, der Thomas Jenckel helfen möchte, kann sich gern über seine Facebook-Seite an ihn werden und zusammen mit ihm die Welt wieder ein kleines Stück besser machen.

www.facebook.com/Remixkiller


01August
2013

Kieler Nachrichten Artikel vom 19.07.2013

Hier der Zeitungsbericht vom 19.07.2013. Vielen Dank an Jörg Meyer für das Interview und für die Möglichkeit mehr Kieler auf die Projekte aufmerksam machen zu können.

16Juli
2013

News Blog # 008: "Beneficial No°4 - Tanzen für einen guten Zweck!"

Bevor es im September erneut für mich nach Ghana geht, werden weitere lokale Projekte umgesetzt um langfristig viel erreichen zu können. Diesen Freitag (19.07.2013) veranstalte ich im Luna Kiel eine weitere "Beneficial" Party und ich würde mich sehr freuen, wenn viele kommen und gemeinsam für einen guten Zweck tanzen. 

 

Mit den Eintrittseinnahmen dieser Party sollen die Lebensbedingungen von Kindern in Ghana nachhaltig verbessert und ihnen einen besseren Zugang zu Bildung ermöglicht werden, da Bildung das Tor zu einem vorteilhafteren Lebensstandard und einer hoffnungsvolleren Zukunft darstellt und somit intensiv gefördert werden muss. Mädchen und Jungen eine Schul- und Ausbildung zu ermöglichen, ist eines der wirkungsvollsten Mittel nachhaltiger Entwicklungshilfe. 

Diese Veranstaltung wird von der CAU Kiel unterstützt und ich bin wirklich froh, dass der AStA Kiel sehr positiv auf dieses Event reagiert hat.

Die Vorbereitungen laufen und ich habe viele Flyer verteilt, Plakate geklebt und aufgehangen, Gespräche sowie Interviews geführt. Es freut mich, dass Kiel den Projekten langsam mehr Aufmerksamkeit schenkt. :)

01Juli
2013

News Blog # 007: "Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun!“

Ich gebe mir bei jedem Bericht viel Mühe möglichst viele Informationen über Ghana zu vermitteln und euch gleichzeitig eigene Eindrücke sowie Erfahrungen näher zu bringen, damit ihr erstens versteht, warum ich viel Kraft in meine Projekte stecke und zweitens weil ich etwas in euch bewegen will:
<< Eigeninitiative erwecken und kritisch Denken fördern...hinschauen und anpacken. >>

Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit. Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut. Mut bedeutet, dass man sich traut und fähig ist, etwas zu wagen.
Der eigentliche Zweck meiner Texte, Bilder, Videos ist nicht (nur) das Wissen, sondern das Handeln. Dafür muss man nicht einmal mit einem riesen Vorsatz beginnen, sondern oft reicht eine kleine Tat. Tut was Gutes!!!

Ich habe heute meinen Flug nach Ghana gebucht um weitere Vorhaben umsetzen zu können. Bis dahin werden weitere Projekte hier organisiert um mit möglichst viel Spendengeldern aufbrechen zu können. 
Als ich das erste Mal nach Ghana und später nach Südafrika geflogen bin, wusste ich sehr wenig von den kommenden Aufgaben und gesellschaftlichen Unterschiede…aber ich wollte etwas Neues entdecken und natürlich auch mich selber. Der Schritt war sehr gut für mich und ich bin reifer zu den Menschen zurückgekehrt, die mich glücklich sehen wollen.

Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden. Schritte in einen „dunklen“ Raum helfen, solange man selbstbewusst, offen und ohne Angst durch die Tür tritt. Das war der Impuls für meine Idee hilfsbedürftigen Kindern in Ghana zu helfen und nun...meine Motivation wieder aufzubrechen.
- Mein Selbstbewusstsein, das mir sagt „Ja, Du schaffst das und machst das gut“
- Meine Offenheit, die mir sagt „Akzeptiere Dinge, die neu für Dich sind und lerne aus ihnen“
- Meine Sorglosigkeit, die mir sagt „Sei mit Dir im reinen und habe keine Angst vor Gefahren…Du wirst sie auffangen können.

Ich möchte mein Leben „sinnvoll“ leben und gute Dinge mit meinem Kopf und meinen Händen schaffen. Natürlich habe ich Fehler in meiner Vergangenheit gemacht aber ich habe versucht aus ihnen zu lernen und ich bin mutig genug neue Schritte zu gehen. Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern diese zu überwinden. Dafür musste ich mich anstrengen, Dinge versuchen und oft Probleme auffangen.
„Nur eines macht sein Traumziel unerreichbar: die Angst vor dem Versagen.“



Ich glaube, dass ich in Ghana sehr viel lernen und gleichzeitig unglaublich viel weitergeben kann.
Chancen multiplizieren sich wenn man sie ergreift und diese Chance in meinem Leben möchte ich voller Kraft und Liebe nutzen. Es gibt Dinge im Leben, die sind nicht mehr zurückzuholen und ich möchte nicht eine Gelegenheit verpassen, die mir und vielen anderen Menschen sehr gut tun kann.

Zum Abschluss noch ein Zitat von Goethe:
"In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte. Was immer Du kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie. Beginne jetzt."

20Juni
2013

News Blog # 006: "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."

Ghana war eines der ersten Länder Subsahara Afrikas, das 1957 die Unabhängigkeit erreichte. In der postkolonialen Aufbruchszeit galt Ghana als das »Glanzlicht«, was sich mit dem späteren wirtschaftlichen Niedergang, den Korruptionsproblemen und politischen Umbrüchen änderte.

Seit 1992 existiert in Ghana wieder ein Mehrparteiensystem. Ein Mehrparteiensystem ist (in der Regel im Gegensatz zu einem Einparteiensystem) ein politisches System, in dem zumindest potenziell mehrere Parteien die Politik dieses Staates, insbesondere durch Regierungsbeteiligung, lenken können. Damit erhöht sich die Chance, den politischen Willen des Volkes durch verschiedene Parteien oder aber durch verschiedene Fraktionen und Verbände innerhalb einer Partei zu artikulieren.Besonders in den neunziger Jahren konnte Ghana die Armut stark verringern.

Armut gehört jedoch nach wie vor zu den Hauptproblemen des  Landes. Fast die Hälfte der Bevölkerung muss mit weniger  als einem US-Dollar pro Tag leben und etwa achtzig Prozent der Bevölkerung hat weniger als zwei US-Dollar pro Tag zur Verfügung.In Ghana besteht bereits seit 1957 eine allgemeine Schulpflicht.

Im Bildungsgesetz von 1961 ist das grundsätzliche Recht auf Bildung verankert. Nach der Erlangung der Unabhängigkeit wurde Ghanas Bildungssystem lange Zeit für eines der besten in Afrika gehalten. Dies änderte sich als Ghana Mitte der siebziger bis Mitte der achtziger Jahre eine wirtschaftliche Krise erlebte, die sich stark auf den Sozialsektor auswirkte.

Der Anteil der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank von 64 Prozent (1976) auf rund 10 Prozent (1983). Aufgrund des Mangels an humanen und materiellen Ressourcen verminderte sich die Bildungsqualität massiv und es kam zu einem starken Rückgang der Grundschuleinschulungsraten.1987 brachte die Regierung eine Bildungsreform auf den Weg, mit dem Ziel das formale Bildungswesen umzustrukturieren und vor  einem Kollaps zu bewahren.

Die formale Bildung wurde von insgesamt 17 Jahren auf  12 Jahre reduziert. Ferner wurde versucht, den Zugang zu Bildung zu verbessern, den Unterricht praxisnäher zu gestalten sowie an wirtschaftlichen Bedürfnissen auszurichten und den Verwaltungsbereich effizienter zu gestalten.Da trotz der vorausgegangenen Reformen das ghanaische Bildungssystem weiter von Ineffizienz gekennzeichnet war, wurde 1996 das Grundsatzpapier Free Compulsory Universal Basic Education (FCUBE) mit dem Ziel eingeführt, bis 2005 allen Kindern im Grundschulalter eine kostenlose und qualitativ hochwertige Grundschulbildung zu ermöglichen.

Es zielte auf die Beseitigung der bestehenden Mängel des Bildungswesens ab und beabsichtigte die Verbesserung des Zugangs und der Teilnahme an hochwertiger Grundbildung, unter der besonderen Berücksichtigung der Mädchen, der Verbesserung der Unterrichtsqualität und Lernbedingungen sowie der Stärkung des Bildungsmanagements auf Regierungs- und Distriktebene.

Weitere Anstrengungen wurden in den neunziger Jahren in den Bereichen Mädchenbildung, Lehrerfortbildungen, tertiäre Bildung, Dezentralisierung des Bildungssystems und Partizipation der Gemeinde im Bildungsbereich unternommen.Das formale Bildungssystem basiert in Ghana auf einem staatlichen Schulangebot, welches bis in die Dörfer des Landes reicht. Parallel dazu gibt es Privat- sowie Koranschulen. Seit 2002 gehört auch die frühkindliche Erziehung für Kinder ab vier Jahren zum formalen Bildungswesen (UNESCO 2006).

Grundsätzlich haben alle Kinder in Ghana das Recht auf eine neunjährige Schulbildung. Ghana schaffte zwischen 2004 und 2005 die Schulgebühren gänzlich ab, wodurch die Einschulungen an öffentlichen Grundschulen innerhalb von zwei Schuljahren von 4,2 Millionen auf 5,4 Millionen anstiegen (BBC News 2006). Ein großer Erfolg auf dem Weg zur Bildung für Alle.

Allerdings gibt es weiterhin viele Familien, die ihre Kinder nicht zur Schule schicken, weil sie das Geld für Transport, Bücher, Schuluniform oder -materialien nicht aufbringen können. Die Abschaffung der Schulgebühren geht zudem mit der Herausforderung einher, Probleme, wie zum Beispiel überfüllte Klassen, Lehrermangel, Finanzierungsschwierigkeiten, die durch höhere Schülerzahlen entstehen beziehungsweise verschärft werden, zu lösen.Die am weitesten verbreitete Bildungsform ist die sechsjährige Primary School (Grundschule). Die Ausbildung an den Primary Schools wird durch die dreijährige Junior Secondary School ergänzt, die mit dem Basic Education Certificate Examinition (BECE) endet.

In den öffentlichen Senior Secondary Schools werden die Schüler auf den Besuch einer Universität, Fachhochschule oder einer anderen weiter qualifizierenden Ausbildung vorbereitet. Der Unterricht wird in Ghana hauptsächlich auf Englisch abgehalten. Laut der ghanaischen Prüfungskommission der Junior Secondary School verfügen jedoch immer noch zu wenig Schüler in Ghana über angemessene Englischkenntnisse, so dass viele die Fragen des Basic Education Certificate Examination (BECE) nicht verstehen beziehungsweise die Fragen nicht auf Englisch beantworten können.

19Juni
2013

News Blog # 005: “Nobody can go back and start a new beginning, but anyone can start today and make a new ending.”

Immer wenn die kräftige afrikanische Sonne mich früh weckte, sah ich den Dreck und die Armut aber ich blickte auch gleichzeitig in fröhliche Gesichter und die täglich existierende Freude am Leben fasste mich immer wieder. Vergnügt und lächelnd starteten so viele Tage und die ghanaische Freundlichkeit und Bescheidenheit beglückten mich. Umso offener ich durch die Straßen ging und umso liebevoller ich auf Menschen zugegangen bin, desto hilfsbereiter und strahlender waren die Reaktionen. Authentische Offenheit und Gastfreundschaft überwältigten.

Ein Schlüsselereignis für mich ist eine lange Unterhaltung mit Flüchtlingen aus Burkina Faso, die mich in einem Slum zwischen Müllbergen auf eine Cola eingeladen haben und vehement darauf bestanden, dass ich dieses Geschenk annahm. Eine Cola in Ghana kostet so viel, dass man davon 3 Kinder einen Tag lang ernähren konnte...es war also für mich nicht leicht diese Geste problemlos anzunehmen aber ich verstand sie und die kommenden Stunden waren mit die schönsten und intensivsten Momente auf meinen Ghana Reisen.

Stolz nahmen Schulkinder mich mit zu ihren Familien und ich bekam Einblicke in verschiedenste Lebensweisen, in schlimme Geldnöte und schreckliche Armut...in jeder Hinsicht einen Einblick in die Kunst des Überlebens in Ghana.

Die meisten Häuser sind aus Lehm oder Blech mit einem Erdboden. Ein richtiges Fundament können sich nicht viele leisten, weil es ersten viel Arbeit ist alles mit der Hand auszuheben und weil die Ziegel und der Zement sehr teuer sind. Deshalb sieht man auch so viele unvollendete Bauten, weil die Menschen einfach anfangen zu bauen. Dann wird ein bisschen mit den Ziegeln in die Höhe gebaut und sie bauen erst wieder weiter, wenn sie genug Geld haben, um sich die nächste Partie Ziegel zu leisten. Geduscht wird vielfach hinter mit Holz vermauerten Konstruktionen vor dem Haus. Dort steht oder hängt eine Dose mit der das Wasser drüber geschüttet wird...mehr gibt es nicht.

Ich suche mir eine große Aufgabe "Bildung als Schlüssel der Armutsreduzierung" und die muss bis zum heutigen Tag ganz aufrichtig und ehrlich aus mir selbst heraus kommen, denn nur dann ist es authentisch und zeigt meinem Umfeld wie wichtig mir diese Aufgabe ist und wie vertrauensvoll sie mich bei diesem Weg begleiten können.

Ich fliege im September zurück nach Ghana...will weiter handeln und Situationen verbessern. Kinder sind das Wichtigste auf der Welt. Nicht viele nehmen in Ghana am Schulunterricht teil, da ihre Eltern nicht genug Geld haben. Höchstens eines oder zwei von vielleicht sechs Geschwistern dürfen zur Schule gehen, die Anderen werden meistens für die täglichen Arbeiten und auf dem Feld gebraucht. Einer meiner großen Träume ist es diese Situation in Ghana zu ändern.

Bildung ist für die Entwicklung des Menschen, die Entfaltung seiner Fähigkeiten und seine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben unabdingbar. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Individuen sowohl physische Bedürfnisse (Erwerb des Lebensunterhalts, Gesundheitsfürsorge) als auch nicht-materielle, humane Bedürfnisse (soziale und kulturelle Teilhabe, politische Mitwirkung) selbstständig befriedigen können.

Personen mit höherer Bildung nutzen eher Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung ihrer Lebensbedingungen.

Zu Beginn meiner zweiten Reise war ich innerlich sehr aufgeregt, da ich für die Umsetzung der Projekte im Vorwiege sehr viel getan hatte und nicht genau wusste, was mich beim zweiten Besuch alles erwartet. Nun musste sich beweisen, ob ich mich bei meiner ersten Reise nicht nur begeistert in Afrika verliebt hatte. Es wurde ernst und ich spürte jeden Tag, dass ich am richtigen Ort bin und die Hilfe lächelnd angenommen wird. Bildung muss weiter gefördert werden und darauf setze ich den Schwerpunkt meiner weiteren Projekte.

18Juni
2013

News Blog # 004: "You couldn’t change the past but the future could be a different story"

Fast jeder dritte Afrikaner hungert. Der Anteil der hungernden Bevölkerung ist hoch wie auf keinem anderen Kontinent. Laut der "Food and Agriculture Organization" leben von 870 Millionen Hungernden weltweit 239 Million in Afrika. (Stand 2012)

Die Gründe für Hunger in Afrika sind unter anderem die Auswirkungen des Klimawandels, Umweltzerstörung, Krieg und bewaffneter Konflikt, stark wachsende Bevölkerungen und Staatsverschuldung, sowie Krankheiten wie HIV/Aids und Malaria. 

Der unter der Armutsgrenze liegende Bevölkerungsanteil in Ghana beträgt: 28,5% (2007).Nach Schätzungen der Weltbank leben 45 bis 50 Prozent der Gesamtbevölkerung Schwarzafrikas unterhalb der Armutsgrenze. Dies macht Afrika zur ärmsten Region der Welt.

In den Entwicklungsländern sterben rund 11 Millionen Kinder unter fünf Jahren pro Jahr – das sind 30.000 Kinder pro Tag. Ungefähr die Hälfte der Kindersterblichkeit geht auf Unterernährung (von Mutter und Kind) zurück. Afrika liegt weltweit in der Bildungsentwicklung zurück. Mangelhafte Bildungsqualität, Infrastruktur und Unterrichtsmaterialien sowie koloniale Lehrpläne waren in den letzten Jahren bezeichnend für das afrikanische Bildungswesen.

77 Millionen Kindern im Grundschulalter werden weltweit immer noch das Menschenrecht auf Bildung vorenthalten (UNESCO 2006). Mehr als die Hälfte dieser Kinder lebt in Subsahara Afrika. Weltweit betrachtet kann jeder fünfte Erwachsene weder Lesen noch Schreiben. Besonders Frauen verfügen nach wie vor nicht über die gleichen Bildungschancen wie Männer, was sich in ihren geringeren Einschulungs- und Alphabetisierungsraten zeigt.

Bildung schafft die Grundlage für das Verständnis aufklärender und vorbeugender Maßnahmen. Diese Fähigkeiten sind besonders im Zusammenhang mit der HIV/Aids-Bekämpfung von elementarer Bedeutung. Eine komplette Grundschulbildung reduziert nicht nur die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen von HIV/Aids, sondern könnte jährlich 700 000 neue Ansteckungsfälle von jungen Erwachsenen vermeiden.

Gleichermaßen fördert Bildung hygienisches und ernährungsbewusstes Verhalten und trägt so zur Verbesserung der Gesundheitssituation bei.Die Herausforderungen im Bildungsbereich liegen für Subsahara Afrika besonders in folgenden Bereichen:

1: Die Auswirkungen der HIV/Aids-Pandemie sind besonders verheerend für das Bildungssystem. Ihr fallen viele Lehrer zum Opfer und zahlreiche Kinder und Jugendliche werden durch sie zu Halb- oder Vollwaisen. Dadurch wird ihr Schulbesuch gefährdet. Die Pandemie entwickelt sich mehr und mehr zu einem Teufelskreis. Sie reduziert die Chance vieler Kinder und Jugendliche auf Bildung. Ein geringes Bildungsniveau macht sie aber gleichzeitig anfälliger für eine Infektion. Eine Studie in 17 Ländern Subsahara Afrikas zeigt, dass bereits eine abgeschlossene Grundschulbildung das Infektionsrisiko um die Hälfte senkt (Govender / Peter 2004)

2: Die Förderung von kostenfreier öffentlicher Bildung hat zum Anstieg der Schülerzahlen sowie zu einer erhöhten Lehrernachfrage geführt. Die UNESCO stellt fest, dass in Subsahara Afrika 2,4 bis 4 Millionen mehr Lehrer zur Erreichung der Bildung für alle benötigt werden (UNESCO 2006)

3: In vielen afrikanischen Ländern sind die Lehrpläne aus der Kolonialzeit übernommen worden und bedürfen einer gründlichen Reformierung. Schüler müssen insbesondere lernen, unabhängig und kritisch zu denken. Eine Studie der Association for the Development of Education in Africa (ADEA) kritisiert an den afrikanischen Schulsystemen besonders, dass die Schüler weder lernen zu lernen noch Probleme zu lösen (Govender / Peter 2004)

4: Der Unterricht wird in vielen Ländern immer noch in der jeweiligen Verwaltungssprache abgehalten, die jedoch nur wenige Kinder von Anbeginn ihres Schulbesuchs beherrschen. Darunter leidet die Effizienz und Qualität der Bildung, so dass der Lernerfolg vieler Kinder sehr gering bleibt. Dadurch kommt es zu hohen Wiederholungs- und Schulabbruchsquoten, die eine Vergeudung von Ressourcen bedeuten (Hofmeier / Mehler 2004)Bereits seit den siebziger Jahren belegen Studien, dass Unterricht in der Muttersprache zu besseren Lernerfolgen bei den Kindern und Jugendlichen führt (Komarek, 2006).

5: In Subsahara Afrika sind 60 Prozent der insgesamt 38 Millionen nicht eingeschulten Kinder Mädchen (Govender / Peter 2004). Dadurch werden nicht nur Gesundheits- und Armutsprobleme verstärkt, sondern auch das Wirtschaftswachstum behindert. Wie oben aufgezeigt kann weibliche Bildung die Kinder- und Müttersterblichkeit vermindern, erhöht das Familieneinkommen und ist deshalb bedeutend für die Förderung des Wirtschaftswachstums.

6: Eine weitere Komponente, die im Bildungswesen zu wenig Berücksichtigung findet, ist die Sekundarschulbildung, die insbesondere für das Wirtschaftswachstum unabdingbar ist. Die Weltbank stellte fest, dass nur 25 Prozent der Grundschulabgänger eine weiterführende Schule besuchen und lediglich 10 Prozent der Sekundarschüler diese mit einem entsprechenden Abschluss beenden. Die meisten Regierungen investieren mehr in Grundbildung und tertiäre Bildung als in Sekundarschulbildung.

In den folgenden Berichten werde ich weiter gezielt auf Ghana eingehen und weitere Zahlen nennen um die Notwendigkeit nach weiteren Hilfen euch zu verdeutlichen. 

18Juni
2013

News Blog # 003: "Das Gute geht nie verloren..."

n diesem Bericht möchte ich auf Statistiken zurückgreifen, die die Entwicklung in Ghana besser veranschaulichen.
Dabei gehe ich auf Ghanas Umsetzung der "Mil­len­ni­ums­ent­wick­lungs­ziele" ein und verweise auf Ergebnisveröffentlichungen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und greife gleichzeitig auf ausgewählte Zeitungsartikel und einzelne Passagen ausgewählter Sachbücher zurück.

Situation und Zusammenarbeit:
Die Republik Ghana ist ein Partnerland der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Ghana hat in den vergangenen Jahren einen vor­bild­lichen Demo­kra­ti­sie­rungs­prozess durch­laufen und wirt­schafts­politische Reformen wirk­sam um­ge­setzt. So hat Ghana 2011 nach einer Neu­be­rech­nung des BIP den Sprung in die Gruppe der unteren Mittel­ein­kom­mens­länder geschafft. Die erzielten Erfolge bestärken die tra­di­tio­nellen Ent­wick­lungs­partner, Ghana weiterhin bei not­wen­di­gen Reform­schritten zu unter­stützen.
Doch von der positiven wirt­schaft­lichen Ent­wick­lung pro­fi­tie­ren noch nicht alle Ein­woh­ner Ghanas. Das jähr­liche durch­schnitt­liche Brut­to­na­tio­nal­ein­kommen pro Ein­woh­ner lag 2010 bei nur 1.230 US-Dollar und be­son­ders die jun­gen Men­schen in den Städten sind von Ar­beits­lo­sig­keit betroffen. Viele von ihnen sind un­zu­rei­chend aus­ge­bil­det. Ein weiteres Ent­wick­lungs­hemm­nis Ghanas ist die nur langsam fort­schrei­ten­de Ver­wal­tungs­reform. Zurzeit fehlt es noch an der not­wen­di­gen De­zen­tra­li­sie­rung und an gut qualifiziertem Personal. (Quelle bmz.de)


Nun zu den "Mil­len­ni­ums­ent­wick­lungs­zielen".
Im September 2000 kamen hoch­rangige Ver­tre­ter von 189 Län­dern, die meisten von ihnen Staats- und Re­gie­rungs­chefs, zu dem bis da­hin größten Gip­fel­treffen der Ver­einten Na­tionen in New York zu­sam­men. Als Ergebnis des Treffens verabschiedeten sie die so genannte Mil­len­niums­erklärung. 
Aus ihr wur­den später acht inter­natio­nale Ent­wick­lungs­ziele ab­ge­lei­tet, die sogennanten Mil­len­niums­ent­wick­lungs­ziele:
1. den Anteil der Weltbevölkerung, der unter extremer Armut und Hunger leidet, halbieren.
2. allen Kindern eine Grundschul­ausbildung ermöglichen.
3. die Gleichstellung der Geschlechter fördern und die Rechte von Frauen stärken.
4. die Kindersterblichkeit verringern.
5. die Gesundheit der Mütter verbessern.
6. HIV/Aids, Mala­ria und andere über­trag­bare Krank­heiten bekämpfen.
7. den Schutz der Umwelt verbessern.
8. eine weltweite Entwicklungspartnerschaft aufbauen.

Die ersten sechs Millenniumsziele enthalten Vorgaben, die mit Unterstützung der Geber vor allem vor Ort in den Ent­wicklungs­ländern umgesetzt werden müssen. Millenniums­ziel 7 und 8 wenden sich darüber hinaus besonders an die Industrie­länder. 
Sie sind aufgefordert, Rahmen­bedin­gungen zu schaffen, die es den Entwicklungs­ländern ermöglichen, ihre Verpflichtungen aus der Millenniums­erklärung umzusetzen. Mit vereinten Kräften will die internationale Gemein­schaft diese Ziele bis zum Jahr 2015 erreichen.

Als erstes Land in Afrika süd­lich der Sa­ha­ra hat Ghana vor­aus­sicht­lich be­reits jetzt das Ent­wick­lungs­ziel er­reicht, die Armut inner­halb seiner Be­völ­ke­rung im Ver­gleich zu 1990 zu hal­bie­ren. Auch der Zugang zu sau­be­rem Trink­wasser ist nun deutlich mehr Menschen mög­lich, als noch vor ei­ni­gen Jahren obgleich die Situation weiterhin schlimm bleibt. Auch im Bereich der Grund­bildung sowie der Gleich­stellung von Frauen und Männern stehen die Chancen Ghanas gut, die Millenniums­ziele zu erreichen. Seit 2005 können alle Kinder kostenlos die Schule besuchen und erhalten einen Zuschuss für Essen und Bekleidung. Meine Erfahrungen zeigen jedoch, dass in der Praxis noch immer ein viel zu hoher Anteil von Kindern nicht zur Schule geht und es gibt kaum staatlich organisierte Schulen. Die Privatschulen sind überwiegend verbreitet und viele Eltern können die Kosten nicht decken...kostenloser Schulenbesuch stimmt also nicht.

Im Vergleich mit anderen afrikanischen Staaten ist Ghanas Alpha­be­ti­sie­rungs­rate von 66 Prozent recht hoch und steigt jährlich an. Die Zahl der AIDS-Erkrankungen ist seit Jahren relativ niedrig. Durch eine ver­bes­ser­te medizinische Ver­sor­gung und Be­treu­ung von Schwangeren, ver­bun­den mit um­fang­reichen Impf­pro­gram­men, sinkt auch die Kinder­sterb­lich­keit kon­ti­nu­ier­lich. Eine passende (aber ein wenig zu emotional und massentauglich aufgebaute) deutsche Dokumentation zu dieser Thematik findet ihr, wenn ihr bei Youtube "200 Kisten für Ghana" eingibt.

An der Ver­bes­se­rung des Gesund­heits­systems muss Ghana weiter­hin arbeiten. Die im siebten Mil­len­ni­ums­ent­wick­lungs­ziel ge­for­derte Ver­bes­se­rung der sanitären Ver­sor­gung der Be­völ­ke­rung wird bis 2015 wohl nicht erreicht werden.


18Juni
2013

News Blog # 002: "Liebt euch Lebende die Zeit verrinnt so schnell!"

300 Millionen Menschen in dem südlich der Sahara gelegenen Teil des afrikanischen Kontinents (Ghana gehört dazu) leben in extremer Armut. Als Mensch in extremer Armut gilt nach Definition der Weltbank, wer pro Tag über weniger als einen Dollar Einkommen verfügt. Arm in weiteren Sinne ist, wer täglich weniger als zwei Dollar Einkommen hat.


Ein Leben in Afrika bedeutet viel zu oft:
- Mangelnde Ernährung
- Dauerhafte gefährdete Gesundheit (nicht zuletzt durch fehlenden Zugang zu sauberem Wasser
- Geringe Chancen eine ausreichende Bildung zu erhalten.

Diese und andere Faktoren resultieren in der mit Abstand höchsten Kindersterblichkeitsrate der Welt. Im Jahre 2001 starben durchschnittlich 173/1000 Kindern. Hauptursachen für diese schlimme Zahl sind Infektionskrankheiten bei miserablen Lebensbedingungen.
Überdurchschnittlich gefährdet sind Frauen und Kinder, generell die ländliche Bevölkerung sowie Menschen, die sich in schlimmen Lebenslagen befinden. (Zum Beispiel Flüchtlinge oder HIV / AIDS Kranke).

Zwar sind in Afrika Fortschritte im Kampf gegen Armut erkennbar (so sank z.B. die Kindersterblichkeitsrate in den meisten Ländern der Region); gemessen an verschiedenen anderen Indikatoren hat sich die Armutssituation jedoch verschlimmert und auch in Ghana ist die gegenwärtige Situation für die Mehrheit der Menschen unmenschlich.
Mit fast 20 Millionen Einwohner ist Ghana ein überdurchschnittlich großes afrikanisches und ein ressourcenreiches Land. Gold, Kakao und Holz sind wichtige Güter. Ghana gehört zwar weltweit zu den führenden Gold-und Kakaoproduzenten doch haben stark flukturierende Weltmarktpreise die externen Abhängigkeiten verstärkt.
Mit unseren Projekten versuchen wir die Entwicklung in eine positive Richtung zu bewegen. Das heißt "Bildung" + "Gesundheit"!!!

18Juni
2013

News Blog # 001: "Bildung ist die gesteigerte Fähigkeit, jedem Gegenstand ein Interesse abzugewinnen."

"Im September fliege ich wieder für 4 Wochen nach Ghana um weitere Vorhaben umsetzen zu können. In der Zeit werde ich mich hilfsbedürftigen Kindern in Schulen und Krankenhäusern annehmen, die ein Leben zwischen Armut und Hoffnung führen. Die liebevolle und ehrliche Höflichkeit, gemischt mit der unbändigen Lebensfreude, ist für mich ein riesen Grund weitere Vorhaben zu planen und durchzuführen.


- Mindestens eine Beneficial Party wird vor dem Abflug noch in Kiel stattfinden, damit möglichst viele Spendengelder nach Ghana weitergeleitet werden.
- Wir haben eine weitere Spende erhalten:
Der "Goldene Käfig" spendet 250 €. Vielen Dank.
- Katharina, die ich in Ghana kennengelernt habe, hat unter den Namen "Ein Herz für Ghana" einen GHANA-ABEND durchgeführt und Freunde/Bekannte mit Berichten und Bildern ein ausführlicheres Bild über den voller Vorurteilen behaftete "dunklen Kontinent" präsentiert. 

- Der AStA Kiel unterstützt unsere Vorhaben ebenfalls. Bei der AStA Sitzung habe ich mein Projekt ausführlich vorgestellt um auch von dem Allgemeinen Studierendenausschuss Rückendeckung in der Umsertzung einiger lokaler Vorhaben zu bekommen...grünes Licht."

18Juni
2013

Dokumentation: Schule in Ghana

Hier ein gelungener Beitrag zu dem ghanaischen Schulsystem.

18Juni
2013

"Good things come to those who wait but the best things come to those who do."

Ein schönes Lied, das mich bewegt!
 

18Juni
2013

Video Zusammenschnitt von meinem zweiten Besuch in Ghana Teil 2

18Juni
2013

Video Zusammenschnitt von meinem zweiten Besuch in Ghana Teil 1

18Juni
2013

Besuch einer Schule eines guten Freundes

Hier ein kleiner (süßer) Ausschnitt aus Ghana als ich eine weitere Schule besucht hatte.


18Juni
2013

300 Zahnbürsten für 300 Schüler

Ein weiterer Einblick in unsere durchgeführten Projekte. Hier seht ihr wie der Schulleiter der Sky Grace School die Schüler über die richtige Zahnpflege Fragen stellt und die Schüler alle prompt richtig antworten. Im Anschluss wurden die Zahnbürsten an jeden Schüler verteilt. :)

 


18Juni
2013

10.03.2013 - Matratzen für alle Kinder in einem Waisenheim

In der Nähe von Kasoa befindet sich der "Joykol School Complex" (Schule und Waisenheim für Kinder). Das Gebäude wurde 2003 gebaut und schenkt derzeitig ca. 75 Kinder im Alter von 3 - 16 Jahren ein neues Zuhause. Da nicht genug Matrazen zur Verfügung stehen, muss fast jedes zweite Kind auf dem harten Betonboden schlafen. Deshalb habe ich weitere Matratzen für die Kinder gekauft!!! Auch durch eure Hilfe...danke schön!!!


18Juni
2013

12.03.2013 - 10 neue Schulbänke für weitere Schüler

Neue Schulbänke für weitere Schüler...! Jetzt können endlich wieder mehr Schüler am Unterricht teilnehmen.

18Juni
2013

09.03.2013 - 300 Zahnbürsten für 300 Schulkinder

300 neue Zahnbürsten wurden am 09.03.2013 an die Kinder der Sky Grace School verteilt!!! Nicht jedes ghanaische Kind hat eine Zahnbürste, da die Familien oft zu arm sind. (Durchschnittlich lebt ein Ghanaer von 1 Euro pro Tag). Deshalb wird entweder völlig auf die Zahnpflege verzichtet oder auf Holzstöckchen zur Reinigung zurückgegriffen. Vielen Dank also für eure Unterstützung 


04April
2013

Explore the World!!!

Hallo :)

ich wollte mich kurz zurück (aus Deutschland) melden und Bescheid geben, dass ich sicher und mit einem Lächeln wieder zuhause vor fast einer Woche gelandet bin. In den kommenden Tage werde ich mir sehr viel Zeit nehmen um meine Berichte, Erfahrungen und Bilder zu sortieren und hier dann euch zu zeigen. :)

Habt bitte noch ein wenig Geduld und ausführliche Texte folgen sehr bald.

Lieben Gruss

Euer Tommy 

20Februar
2013

You're not supposed to look back - you're supposed to keep going!!!

Heute möchte ich euch ein paar Bilder zeigen, die die Arbeit der "Street Children Empowerment Foundation (SCEF)" besser beleuchten. Diese Organisation versucht über 150 Strassenkindern in und um Accra einen besseren Zugang zu Bildung, Gesundheit und sozialen Aktivitäten zu ermöglichen. 

Leider besteht diese Entwicklung erst seit gut 2,5 Jahren und ich werde einen Leiter der Organisation besuchen fahren um mir ein eigenes Bild über die Perspektive/der Philosophie und den Projektumsetzungen machen zu können. Natürlich folgt ein ausführlicher Bericht darüber...:)

Desweiteren stecke ich gegenwärtig tief in der Reisevorbereitung. Die letzten Spendenaktionen stehen vor der Tür und ich bekomme reichlich Unterstützung aus dem Freundeskreis. Tolle Gespräche, Geschenke von Freunden für die ghanaischen Kinder, eigene Recherchen und Erinnerungsbilder beleben mein Herz zurzeit so sehr, dass ich total nervös werde und voller Neugierde endlich tatenkräftig an den Schulen mein Kraft einsetzen will. 

 


17Februar
2013

Liebt euch Lebende die Zeit verrinnt so schnell!!!

In genau 2 Wochen sitze ich wieder im Flugzeug...zurück nach Ghana. Ich bin nervöser als beim ersten Mal und voller Vorfreude. Nach einem weiteren Gespräch mit einem zuständigen Mitarbeiter einer anderen ghanaischen Hilfsorganisation, die gezielt Schulprojekte erfolgreich umsetzt, werde ich zusätzlich das City Engineers Building (Accra Central. James Town (old Accra)) besuchen um mehr Eindrücke aus verschiedensten Perspektiven sammeln zu können.
Mir wurde nah gelegt folgende Filmbiografie anzuschauen, die mich wirklich sehr berührte und direkt ins Herz ging. Sie thematisiert das Bemühen eines Mannes im Sudan Kinder vor dem Bürgerkrieg zu schützen und ihnen gleichzeitig eine Perspektive aufbauen zu können. Ich kann mir gut vorstellen, dass euch diese wahre Geschichte ebenfalls weiterhelfen kann, bzw. kritisches Denken und Kraft für Veränderung mitgibt. (Danke Charis)
Hier der Link zu dem Trailer:

 

Ich wünsche euch einen tollen Start in die Woche und ich melde mich bald wieder. :)

05Februar
2013

Beitrag für die Jugend - Einstiegsmesse in Hamburg

Am 22.02 + 23.02 von 09:00-16:00 Uhr werde ich auf der "Einstiegsmesse" in Hamburg für Fragen, Gespräche, Tipps und Anregungen zur Verfügung stehen und meine Erfahrungen referieren. Falls ihr mich sehen oder mehr über verschiedene Projekte erfahren wollt, so besucht mich doch in Hamburg. Ich würde mich freuen. :)

Hier ein kleiner Videobeitrag über das Messekonzept:

04Februar
2013

Bildung ist die gesteigerte Fähigkeit, jedem Gegenstand ein Interesse abzugewinnen.

Heute zeige ich euch einige selbstgemachte Videos von meiner Zeit an der Sky Grace School und beleuchte begleitend nochmal die Bildungssituation in Ghana.


Bildung gehört zu den Prioritäten ghanaischer Politik, auch wegen des Ziels der Umsetzung der von der VN-Generalversammlung im Jahr 2000 angenommenen Millennium Development Goals. (Informationen diesbezüglich hier: http://www.un.org/millenniumgoals/) 

Seit 2005 wird durch direkte finanzielle Zuwendungen allen Kindern kostenloser Grundschulbesuch ermöglicht. Darüber hinaus gewährt die ghanaische Regierung Schülern einen Essens- und Bekleidungszuschuss.

Mit der Bildungsreform 2007 hat sich die Grundausbildung von 9 auf 11 Jahre verlängert. Sie gliedert sich in eine zweijährige Vorschule (Kindergarten), eine sechsjährige Primarstufe und eine dreijährige Mittelschule, Junior High School. Das Eintrittsalter in die Vorschule liegt bei vier Jahren, das in die Primarstufe bei sechs, in Ausnahmefällen auch bei fünf Jahren. An die primäre Schulbildung schließt sich eine dreijährige verlängerte Senior High School (SHS; vorher Senior Secondary School) an. Ob diese SHS-Ausbildung gebührenfrei angeboten werden soll (Forderung der oppositionellen NPP), war ein zentrales Wahlkampfthema 2012.

Die Alphabetisierungsrate beträgt rund Prozent. Die Qualität des Unterrichts leidet unter dem Finanzmangel der Institutionen und den niedrigen Gehältern (und damit auch der entsprechenden Motivation) der Lehrer. Weite Gebiete - insbesondere der weniger entwickelte Norden des Landes - leiden unter chronischem Lehrermangel.

Die Basisausbildung über die Dauer von 9 Jahren ist in den staatlichen Schulen kostenlos. Erst die weitergehende Bildung macht die Zahlung von Schulgebühren zwingend erforderlich. Allerdings müssen die Schulbücher und weiteres Lehrmaterial von den Schülern bezahlt werden.

In Ghana besteht sehr oft die Verpflichtung eine Schuluniform zu tragen, die von den Eltern zu finanzieren ist. Die Jungen tragen eine knielange Hose und dazu ein kurzärmeliges Hemd. Die Mädchen tragen alle ein Trägerkleid bis zu den Knien. Die Farben der Schuluniformen sind von den einzelnen Schulen abhängig. 

Lieben Gruss

Tommy

31Januar
2013

Sharing is Caring - We will help children learn about the joy of giving to others

Die Street Children Empowerment Foundation (SCEF), mit der ich ebenfalls im Kontakt stehe (Vielen Dank an Paul Semeh), öffnet wieder seine Türen und lädt Jeden zu der Feier Mitte Februar unter dem tollen wahren Titel "Sharing is caring 2013" ein.

Hoffentlich lesen einige Ghana Reisende diesen Eintrag und nehmen an der Veranstaltung mit teil. 

Hier ein paar Eindrücke von dem Event 2012:


 

 

Um einen besseren Überblick über die Organisation zu bekommen, stelle ich euch im folgenden englischen Text die SCEF besser vor, bzw. publizier ihren eigenen Text.

Street Children Empowerment Foundation (SCEF) is a registered NGO in Ghana (G – 35, 980) providing educational opportunities for street children. 

We employ unique social work approach to support over 150 street children to access basic school. We provide for these children necessary school requirement like other school fees and levies, school supplies (school bags, school uniforms, exercise books, note books, text books, story books), and health insurance registration. We also involve these kids in special theme based events and activities to shape their perspectives and give them a universal view of the world. 

We, through our practical social work in the respective schools that these children attend, monitor closely and evaluate the performance and attendance of these children to ensure that our funds are expediently used. We are soon set to start short term creative art learning, after the last year summer vacation pilot in creative art learning. 

In this regard, we are working hard to operate a facility we call The Learning Hub for street children, where we will provide both social work targeted at empowering street children through education and creative art learning.

Follow us on Facebook: Scef Ghana (Profile) and Street Children Empowerment Foundation (SCEF) – page.

Vision: The future where all children regardless of their disparities have equal opportunities in reaching their fullest potential.

Mission: To achieve sustainable improvements in the lives of street and deprived children in Jamestown and any other area that operate. Our work will be done closely with the children, their families and the community.

Our vision and mission will be achieved by:

• Advocacy:
To provide a voice for the significance of education, basic health care and gender equality among street and deprived children and their families. We will also provide them with possibilities to voice their stories and opinions to the general public.

• Educational support
To provide material support for them on their school paths and to offer them a conducive space for academic studies and activities.

• Creative Art Learning and Skill training:
To empower the children and their families by giving them possibilities in creative art learning and skill training

• Financial guidance and small scaled microfinance:
To support the children and their families to start their own small scaled enterprises.

We call on every citizen of Accra, Ghana, Africa and the World at large to aid The Street Children Empowerment Foundation make the dream of education or skill training possible for these vulnerable street children. 

Together, we are able to empower these children to become universal heroes. Yes we can!

Lieben Gruss 
Tommy 

30Januar
2013

Antworte dem, der dich ruft!

Hallo :)

bevor der Januar 2013 seine Türen schließt, reagiere ich nochmal mit einigen Berichten, Ausblicken und Momenten. 

Ende Februar werde ich auf einer Messe in Hamburg über meine Erfahrungen in Ghana referieren und meine Projektideen präsentieren können. Weitere Infos leite ich bei Interesse natürlich gerne nach...ich bin dankbar, dass der Veranstalter mich dazu eingeladen hat. 

Gestern war ich mit einem alten Freund zu Gast in meiner Heimatstadt auf einem wunderbaren Konzert einer amerikanischen Akustik/Folk Band, die ich schon seit über 10 Jahre begeistert verfolge und die ich nun zum ersten Mal live hören durfte...und es war unglaublich!!!

In ihrer Musik finden sich auch traditionelle afrikanische Musiksequenzen und es gab Momente in dem Konzert, in denen ich die Augen geschlossen hatte und die Musik komplett durch meinen ganzen Körper ging. Hier ein (Live) Beispiel von ihnen...ihr Bandname lautet Dispatch :)


 

 

Des weiteren möchte ich ein sehr süßes Bild mit euch teilen, das ich auf einem Ghana Blog gefunden habe. Schaut euch dieses süße Kind an...ehrliches Lächeln und ich habe eine Gänsehaut bekommen: (Mir wurde erlaubt das Bild zu publizieren)


 

Ich teile dieses Bild hier, da ich nach Rücksprache mit Zuständigen in Ghana auch das Krankenhaus in Accra besuchen werde um zu schauen, wo dringend Hilfe benötigt wird.  

Mangel- und Fehlernährung, frühe Schwangerschaften sowie fehlender Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung sind nur einige der Kinderrechtsverletzungen in Ghana. Lungenentzündungen zum Beispiel kosten jedes Jahr Tausende von ghanaischen Kindern das Leben.

Nun die "gute Nachricht":
Routineimpfungen erreichen heute mehr Kinder in Ghana als je zuvor – und das Angebot der verfügbaren Impfstoffe wächst weiter. Kein Wunder also, dass sich die Kindersterblichkeit in Ghana seit 1990 fast halbiert hat. 

Und trotzdem: Es gibt noch viel zu tun. Millionen von Kindern erhalten den Impfstoff gegen Pneumokokken noch immer nicht.

Neben meinen geplanten Schulprojekten will ich auch auf den medizinischen Sektor versuchen im Dialog mit den Zuständigen vorort Wege zu ermöglichen, die viele Kinder so zum Lächeln bringen sollen, wie wir es auf dem Bild oben sehen können.

Abschließend noch einige Bilder von meinem Aufenthalt in Ghana letzten Jahres.

Mutter und Sohn aus der Nachbarschaft Beerdigung Reggae Tänzer Spass Badespass Unterrichten

07Januar
2013

Reisen heißt leben lernen.

Ich wünsche euch allen ein frohes Jahr 2013.

Nun bin ich knapp 3 Monate in Deutschland zurück und die Sehnsucht nach Ghana konnte nie gestillt werden. 

Anfang März fliege ich wieder nach Accra. Während meiner Zeit in Ghana habe ich diesen Blog gepflegt und unten könnt ihr anhand vieler Reiseberichte nachvollziehen, weshalb ich wieder aufbrechen will.

Rechtzeitig werde ich Beiträge verfassen, an denen ihr erkennen könnt, wie es mir geht und was ich erlebe. Falls ihr Fragen, Wünsche oder Anregungen habt so schreibt sie doch bitte in die Kommentarleiste.

Vielen Dank

Euer Tommy

28November
2012

CHARITY FOR AFRICA · Tanzen für den guten Zweck!

 

Passend zur beginnenden Weihnachtszeit findet in Kiel am 06.12.2012 eine Benefiz-Party statt, die dem Motto "Tanzen für einen guten Zweck" unterliegt und an der ich mich sehr engagiere. 

Bewusst wurde der Nikolaustag gewählt, da der Nikolaus traditionell als "Wohltäter der Kinder" gilt und dieses Symbol haben wir als Vorbild für das Event genommen. Wir möchten mit dieser einmaligen Party hilfsbedürftige Kinder in Ghana unterstützen und ihnen einen besseren Zugang zu Bildung ermöglichen, da Bildung das Tor zu einem vorteilhafteren Lebensstandard und einer hoffnungsvolleren Zukunft darstellt und somit intensiv gefördert werden muss. 

Frei der Philosophie "Hilfe ZUR Selbsthilfe" werden alle Spendengelder für Schulprojekte in Ghana eingesetzt, die die Selbstständigkeit der Kinder gezielt fördern. Im ständigen Dialog mit den Koordinatoren vor Ort garantieren wir für die sichere Umsetzung der Spendenziele. Um dies erreichen zu können wird der gesamte Eintritt komplett gespendet, sodass mit euer Hilfe unglaublich viel bewegt wird!

Wir laden Jeden ein, durch eine Spende in Verbindung mit dem Besuch dieser Charity Party, unsere Maßnahmen zu unterstützen und vielen bedürftigen Kindern eine Freude zu bereiten sowie die Entwicklung in Ghana maßgebend positiv mit zu beeinflussen. 

Ich werde selbstständig im März auf eigene Faust wieder nach Ghana fliegen um sicher gehen zu können, dass alle Spendengelder richtig eingesetzt werden und vorort langfristig geholfen werden kann.

01Oktober
2012

Zurück in Deutschland

Ich möchte mich erstmal dafür entschuldigen, dass ich diese Seite sehr lange nicht gepflegt habe und eventuell dadurch bei einigen Sorgfalten ins Gesicht gezaubert hatte. Das war nicht meine Absicht.

Leider konnte ich während meiner Zeit in Ghana diese Seite nicht öffnen und somit meine Reiseberichte nicht zeitgleich hier präsentieren. In den folgenden Texten könnt ihr jedoch ganz in Ruhe nachlesen, was ich wo und wie erlebt habe.

Nun bin ich seit knapp 3 Wochen wieder in Deutschland und bei Fragen stehe ich euch natürlich nun wieder zur Verfügung.

Euer Tommy :)

 

01Oktober
2012

Die Welt ist voll von kleinen Freuden, die Kunst besteht nur darin, sie zu sehen, ein Auge dafür zu haben.

Meine dritte Woche in Ghana neigt sich dem Ende entgegen und in diesem letzten Bericht konzentrier ich mich auf das ghanaische Schulsystem und versuche meine Eindrücke über die verschiedenen Einrichtungen, in denen ich entweder unterrichtete oder die ich auf eigene Faust besuchte, nah zu bringen. Einleitend einige Daten, bzw. Informationen, die die jetzige Lebens- und Bildungssituation der ghanaischen Bevölkerung besser veranschaulichen.

Laut dem „Bureau of Statitics“ hat Ghana seit 2011 offiziell 24.233.431 Einwohner aber natürlich ist eine genaue Einwohnerzahl nicht anzugeben, da viele Neugeborene gar nicht erfasst werden, sodass Zahlenangaben zwar perspektivisch als Richtwert genutzt werden können aber ganz sicher nicht korrekt sind. Orientiert man sich trotzdem an dem obengenannten Wert, so nimmt die Bevölkerung jährlich um 2.4 % zu.

38.4% sind unter 15 Jahren (in Deutschland sind es 13%) und nur 3,6% über 65 Jahre (in Deutschland 21%). Anhand dieser Werte wird deutlich, wie wichtig es ist eine gute Schulausbildung in Ghana zu besitzen und wie unterschiedlich die Bevölkerungsverteilung im Vergleich zu Deutschland ist. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt hier zurzeit für Frauen bei 58 Jahren (in Deutschland 82) und für Männer bei 56 Jahren (in Deutschland 77).

Laut dem „Human Development Index Report“ aus dem Jahre 2006 leben 75% der Ghanaer in Armut (gekennzeichnet von weniger als 2 Euro pro Tag zum Überleben) und fast 50% sogar in extremer Armut (weniger als 1 Euro pro Tag). Betroffen sind davon vor allem Frauen, Kleinkinder und Jugendliche. Ich erlebe diese permanente "materielle" Armut hier jeden Tag und beginne meinen eigenen Umgang mit Geld noch stärker zu reflektieren und auch der Bezug zu (für uns selbstverständliche) Dinge wie Wasser, Nahrung, Strom, Kleidung veränderte sich für mich prägend. Ich schätze Kleinigkeiten viel mehr, teile sie gerne und achte stärker auf meine Gesundheit und auf meinen "Konsum".

Ich hospitierte einen Tag in einem Waisenhaus, in dem Kinder leben, die entweder keine Eltern mehr haben, verstoßen oder von Straßenrändern aufgesammelt wurden, da sie alleine versuchten zu überleben aber völlig überfordert waren. Ich versuche gerade mit einer anderen Projektteilnehmerin einen Ausflug für die Waisenkinder an den Strand zu organisieren, da viele von ihnen noch nie einen Strand gesehen haben, obgleich er theoretisch recht schnell zu erreichen sein könnte. Die Heimleiterin scheint offen für dieses Projekt aber es gibt noch ein Menge zu besprechen, da es eine verantwortungsvolle Idee ist, die in die richtige Richtung gehen muss. Sicherlich werde ich persönlich nicht mehr an dem Ausflug teilnehmen können aber das Fundament ist erstellt und ich denke, dass der Strandtag in naher Zukunft stattfinden wird und viel Lächeln in mehrere Gesichter zaubern wird. Hoffentlich :)

Ich habe für die Sky Grace School, an der ich überwiegend unterriche, eine große Menge an Beton gekauft, damit weitere Klassenräume gebaut werden können. Ich plane mit dem Schulleiter den Ausbau der neuen Klassen und eine große Menge Sand + Steine wurden schon rangebracht und wir fangen an den Grundriss zu entwickeln. Es werden die ersten Räume der Schule entstehen, die durch Mauern getrennt sein werden, sodass man nicht viel aus der Nachbarklasse hört. Bis jetzt gibt es nur Holzbalken, die die Klassenräume voneinander trennen und insofern werden sich sicherlich alle über die neuen Lernräume freuen. Ghana besteht aus sehr vielen Baustellen, da immer nur solange gebaut wird, bis kein Geld mehr da ist. Erst wenn wieder genug verdient wurde, geht die Arbeit weiter, sodass einige Häuser und Projekte erst in Jahren beendet werden.Insofern kann meine Spende jetzt viel bewegen.

Ein wichtiger Grund, weshalb sich Ghanas Schulen noch weiter verbessern müssen, liegt unter anderem an folgender Tatsache:

Statistisch gesehen bekommt jede Ghanaerin 4,2 Kinder (im Gegensatz dazu jede Deutsche durchschnittlich 1,3 Kinder). Gründe für diesen hohen Wert in Ghana finden sich in der (noch immer) fehlenden Aufklärung über Schutz, bzw. Verhütungsmittel sowie die nicht zu verschweigende Tatsache, dass jede Hand hier das Überleben der Familie sichert und Kinder zur Arbeit gebraucht werden. Weitere Ursachen  für die ansteigende Bevölkerungszahl finden sich aber auch in der Tatsache, dass eine bessere Ernährung der Landesbevölkerung ermöglicht wurde und in großen Bereichen des Landes die hygienischen Verhältnisse verbessert wurden, die jedoch in keinster (!!!!) Weise mit den westlichen Standards gleichzusetzten sind. Nach einem sehr langen und tollen Gespräch mit einer Lehrerin wurde mir noch ein weiterer Grund für die hohe Geburtenrate genannt. Als ihr erstes Kind zur Welt kam (ein Mädchen), wollte sie unbedingt noch einen Junge haben, musste aber noch 3 weitere Geburten warten bis sie ihren ersten Jungen in die Arme schließen konnte. Nach dieser Geburt merkte sie, dass sie doch gerne auch nochmal ein Mädchen haben will und nach 2 weiteren Geburten war die Großfamilie für sie perfekt.

In Ghana herrscht eine schrecklich hohe Kindersterblichkeit von 10,1% (Kinder bis 5 Jahre). Dieser Wert geht mir sehr nah und hat mich offener für das Leben hier aber auch für mein Leben und meine Träume gemacht. Gerade in den ärmeren Bevölkerungsschichten ist es alltäglich, dass Kinder verhungern oder an Krankheiten sterben. Als ich einmal selber in einem Slum war, konnte ich viele schlimme Dinge mit eigenen Augen sehen und lernen. Auch in der letzten Woche hatte ich ein kleines Mädchen auf meinem Arm, das an Malaria erkrankt ist und starkes Fieber hatte. Sie schlief fest und ich spürte ihr Herz an meinem Körper schlagen. Nach diesem Erlebnis habe ich mich zum ersten Mal aus der Gemeinschaft im Haus ein wenig zurückgezogen um alles in Ruhe zu reflektieren und aus den Erfahrungen so gut ich kann zu lernen. Jetzt gehe ich wieder täglich zu Kindern, die hier in der Nähe wohnen und wir spielen Fussball oder ich denke mir spontan lustige Kleinigkeiten aus. Sie sind alle total neugierig und offen. Ihr englisch ist für das Alter überdurchschnittlich gut und sie gehen alle sehr gerne zur Schule meinten sie.

Die Alphabetisierung  liegt in Ghana bei 74,8%  (> 15 Jahre) und stellt einen tollen hohen Wert für ein Entwicklungsland dar. Insgesamt ist die geförderte Bildungsverteilung in Ghana noch immer männerdominierend aber auch Frauen werden seit Jahren gezielter ausgebildet, bzw. in vielen Bereichen gefördert. Diese Tendenz brauchte lange Zeit und historisch betrachtet ist Ghana ein afrikanisches Vorzeigeland in Bereichen der Schulbildung und der Geschlechtergleichstellung. Auch an den Schulen, die ich besuchte, ist die Geschlechterverteilung ausgeglichen und ein Großteil der Schüler lernen sehr fleißig. Im Gegensatz zu der Unterrichtsform in Deutschland verläuft ein Schulalltag hier disziplinierter, strenger und straffer. Aber es scheint mir so, dass die Schüler damit nicht überfordert sind, sondern täglich mehr lernen wollen und alle sich Mühe geben, dass dieses Ziel auch bestmöglich erreicht wird.

Die letzten Tage bin ich in verschiedene Klassenstufen gegangen und habe über meine Familie, meine Herkunft und Kultur referiert und viele Fragen, sowohl von den Kindern als auch von den Lehrern, beantwortet. Durchschnittlich war ich so 30 Minuten in einer Klasse und die Kinder haben sehr gespannt zugehört. Gerade die Schulbildung und wie bei uns ein Kinderleben aussieht, hat sie sehr interessiert.

Sie stellten unter anderem Fragen wie:
- Haben alle in Deutschland ab 18 Jahren ein eigenes Haus?

- Wie oft geht ihr in die Kirche?

- Gibt es spezielle Schulen für talentierte Menschen?

- Sind Farbige in Deutschland willkommen und dürfen sie Weiße heiraten?

Ich habe ebenfalls viele Fragen an die Schüler gestellt und an fast allen Schulen, die ich besuchte, fehlt es an Wissen in Bereichen der Gesundheit und der eigenen + weltlichen Geschichte. Die englische Sprachvermittlung und Mathematik stehen hier sehr im Vordergrund und Gründe dafür finden sich leicht. (Englisch ist die Handelssprache / Mathematik zum Berechnen der Geldbeträge beim Handel)

Deshalb habe ich in einer Klasse, die sehr gut englisch versteht, einen langen Vortrag über die deutsche/europäische aber auch über die ghanaische Geschichte gehalten und es war sehr rührend die aufmerksamen Gesichter dabei zu beobachten, wie sie zuhören und eigenständig mitschreiben.

Nun kurz zu der Entwicklung des Bildungssystems in Ghana:

Unmittelbar nach Ankunft der Europäer  im 15 Jahrhundert stellten die ghanaischen Könige fest, dass sie eine Bildungslücke zu schließen hatten. Zu den dringlichsten Wünschen, die sie an die Europäer richteten, gehörte, dass ihre Söhne zur Ausbildung nach Europa gebracht werden sollten.  (Nur einmal wurde dieser Wunsch erfüllt).Während der Sklavenzeit fingen einige gutmütige Sklavenhalter an, ihren Sklaven ein Minimum an Ausbildung zu gestatten. Es gibt rührende Geschichten über solche Sklaven von der Goldküste, die später berühmt wurden. Die ersten Schulen in Ghana wurden von Missionaren gegründet. Nachdem einige Einheimische getauft worden waren, meinten sie die Notwendigkeit zu sehen, solche jungen Männer zwecks weiterer Missionierungsarbeit auszubilden. Um 1900 herum hatte die Goldküste bereits eine Vielzahl von hervorragend ausgebildeten einheimischen Lehrern, die ihrerseits alles taten, um ihre Landsleute zu emanzipieren. Es waren übrigens die gleichen Männer, die später den Kampf gegen den Kolonialismus eröffneten.

Seit 1957 besteht allgemeine Schulpflicht und die öffentlichen Ausgaben für Bildung machen 5,4% vom BIP aus (in Deutschland sind es im Vergleich 4,5%). Solch ein Wert für ein kleines Entwicklungsland wie Ghana macht mich froh und ist der Beweis, dass Ghana auf Bildung und in die nächste Generationen setzt.

Leider habe ich keine offizielle Statistik über die Zahl der Kinder, die gegenwärtig tatsächlich eine Schule besuchen. Nach Gesprächen und Recherchen kann aber davon ausgegangen werden, dass rund 76% regelmäßig zur Schule gehen, von denen dann ca 86% wirklich einen Abschluss machen. Auch in ländlichen Gebieten ist es üblich den Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen aber kontrolliert wird es von Niemanden und auf meinen Reisen durch das Land habe ich oft Beispiele von Familien gehört, die nicht auf Bildung großartig setzen, sondern jede gesunde Hand für die Landwirtschaft und dem Überleben der eigenen Familie benötigen. Nach den großen Reformen von 1986 wurde das Bildungssystem 2009 abermals reformiert um die Analphabetenrate und die Ausbildungsqualität zu verbessern. Die entscheidene richtungsweisende Veränderung ist die Verkürzung der „Grundausbildung“, die aktuell wie folgt gegliedert ist:

-      2 Jahre Kindergarden (Vorschule)

-      6 Jahre Primary School (Grundschule)

-      3 Jahre Junior High School (Mittelschule)

Für alle Kinder kostenlos in staatlichen Schulen. Wunderbar!!!!

Danach geht es für einige Ghanaer wie folgt weiter:

-      3 Jahre Senior High School (Vergleichbar mit gymnasialer Oberstufe)

-      4 Jahre Studium (Bachelor Degree)

-      2 Jahre Studium (Master Degree)

Nach einem langen Gespräch mit meinem Schulleiter sagte er gegen Ende. „Education is the best Investment“. Wie recht er hat.

Zusammenfassend ist Ghana für mich eine andere Welt, die mir in sehr vielen Bereichen ganz viel Kraft, Liebe und Freude mitgibt aber auf der anderen Seite auch gravierende Probleme unserer Zeit vor Augen führt, die oft schmerzen und sehr nachdenklich machen. Aber ich finde es richtig, dass ich mit allen Seiten und Risiken versuche in eine fremde Kultur einzutauchen und ich spüre, dass ich unglaublich viel lerne und wichtige zärtliche Dinge mit nach Hause nehmen werde und in wichtigen Bereichen viel sicherer geworden bin.

01Oktober
2012

Wenn Du schnell gehen willst, geh allein. Wenn Du weit gehen willst, geh mit anderen.

Nun bin ich seit fast 2 Wochen in Ghana und gerade von meiner Reise in den Norden zurückgekehrt. Geplant war eigentlich bis Bolgatanga hochzureisen aber aus verschiedenen Gründen wurde die Reise doch verkürzt. Dieser Bericht soll die Vielfalt Ghanas im Hinblick auf Kulturen, der Architektur, der Geschichte und der Vegetation aus meiner Sicht kurz beleuchten. (Nord - Südkontrast). 


Ghana ist ein Vielvölkerstaat, der aus beinahe ebenso vielen Ethnien wie Sprachgruppen heterogen zusammengesetzt ist. Die Bevölkerungszahl der unterschiedlichen Ethnien reicht von einigen hundert bis zu einigen Millionen Menschen und gerade im Norden finden sich noch viele verschiedene Volksgruppen, die (jetzt) friedlich nebeneinander leben. Der gesamte Norden Ghanas ist am wenigsten von der europäischen Kultur tangiert, sondern enthält die kulturellen Wurzeln, die sich in wirklich vielen Dingen von unseren unterscheiden. Obgleich ich nicht bis an die Landesgrenze von Burkina Faso gereist bin, habe ich viele Unterschiede intensiv zu spüren bekommen, die mich nachdenklich gemacht haben. 
Beispielsweise auf der 5 stündigen Fahrt von Mole nach Tamale wurde der Bus komplett mit Menschen vollgepresst und da wir nicht über geteerte Strassen, sondern überwiegend über Schlaglöcher gefahren sind war das Unfallrisiko sehr groß, da es keine Gurte gab und einige Mitfahrer sich nicht einmal ordentlich irgendwo festhalten konnten. Ich wollte einem Kind meinen Platz anbieten, da es so ängstlich aussah aber ihre Mutter hat mir Recht deutlich zu erkennen geben, dass sie dies nicht erwünscht. Als „Weißer“ wurde ich weniger wie im Süden lächelnd begrüßt und auch die bewaffneten Polizisten, die sicherlich aufgrund der kritischen politischen Situation in Burkina Faso überall zu sehen sind, haben mich eher böse als freundlich angeschaut. 
Der Norden Ghanas, der ein Drittel des Landes ausmacht, hat das ungünstige Erbe der Kolonialzeit bisher nicht überwinden können. Das erkennt man unter anderem an den schlechten Straßenverhältnissen und dem Fehlen der englischen Sprache bei sehr vielen Bewohnern des Nordens. Die meisten Ghanaer wachsen normalerweise bereits vor ihrem Schulbesuch mehrsprachig auf und lernen dann in der Schule noch die lokal dominierende Sprache Akan (80 %) und/oder Englisch (70 %). Nicht selten sprechen sie drei bis fünf Sprachen fließend. Leider werden eine Vielzahl der ghanaischen Sprachen zu den „sterbenden Sprachen“ Afrikas gezählt, da die Zahl der Sprecher kontinuierlich abnimmt.
Auf der meiner Durchreise sah ich am Straßenrand immer wieder kleinere Dörfer, dessen Bevölkerung weitgehend von der Landwirtschaft lebt und gerade die stetig wechselnde Architektur hat mich fasziniert. Die Dagomba-Dörfer rund um die Stadt Tamale, in der ich 2 Tage war, sind mit ihren getrennt stehenden runden, strohgedeckten Lehmhütten besonders charakteristisch für den Landesteil. Der südliche Teil Ghanas besitzt eher typische rechtwinklige Häuser. 


Ein ebenfalls großer Kontrast findet sich in der Religion. Im Gegensatz zum chrístlich orientierten Süden steigt der Anteil der Menschen, die sich zum Islam bekennen im Norden stetig an. Der jahrhundertlange moslemische Einfluss, zum Teil durch arabische Händler, prägt über weite Landstriche den ghanaischen Lebensstil. Auch während meines Aufenthalts in Tamale konnte ich schnell anhand der Moscheen und den Predigern erkennen, dass der Glaube hier anders ausgelebt wird als im südlichen Teil des Landes. Die Ghanaer sind sehr religiöse Menschen, es fällt ihnen zumeist schwer zu verstehen, wie ein Mensch keinen Glauben haben kann oder auch nur bedingt gläubig sein kann. Die Art des Glaubens ist unrelevant. Wichtig ist nur, dass man an irgendetwas glaubt.
Ghana ist ein typisch tropisches Land, das klimatisch vom nahen Äquator beeinflusst wird. Es gibt hier nicht wie bei uns 4 Jahreszeiten, sondern ist in eine Trocken- und eine Regenzeit unterteilt. Jetzt haben wir die Regenzeit mit einer hohen Luftfeuchtigkeit von 90 % und mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 28 und 32 Grad. Deshalb freuen sich die Ghanaer sehr auf den Regen, da dadurch ihre Landwirtschaft wieder zur Geltung kommt und sie sich dann keine größeren Zukunftssorgen machen müssen. Ghana ist grundsätzlich kein Land, das aufgrund von Dürrekatastrophen oder sonstigen Problemen an einem Mangel an Nahrungsmitteln leidet. Die ungleiche Verteilung der Nahrungsmittel stellt jedoch noch immer in vielen Teilen des Landes ein Problem dar und gerade der Norden machte für mich einen sehr armen Eindruck.


Da die verschiedenen Klimazonen auch unterschiedliche Vegetationsformen hervorrufen, bestehen in Ghana optimale Voraussetzungen für eine vielfältige (zum Teil tropische) Fauna und Flora. Inzwischen spielt das Wetter in weiten Teilen des Landes verrückt. Dürre- und Regenperioden finden zu ungewöhnlichen Zeiten statt, es herrscht oft Dauerregen mit der Folge, das der Volta-Staudamm letztes Jahr drohte zu brechen, weil der Wasserpegel hinter der Staumauer so außergewöhnlich hoch war, dass zum ersten Mal nach 20 Jahren Wasser abgelassen werden musste. Den ungewöhnlichen Regenmengen steht die Ausbreitung der Sahel-Zone entgegen, beides mit verherrenden Auswirkungen für die Menschen hier vorort. Deutschland als hervorzuhebende Industrienation mit ebenfalls gewaltigen Co2-Emissionen ist mit Verursacher dieses Klimawandels und hier wurde mir die Situation zum ersten Mal ohne große Worte, sondern durch eigene Augen, klar.
Ein weiteres Beispiel für westliches Fehlverhalten fand ich an dem gegenwärtigen Flächenanteil des intakten Regenwald in Ghanas. Ursprünglich war das Land überdeckt vom Regenwald aber nach dem zweiten Weltkrieg brauchte Großbritannien Geld, sodass die Edelhölzer wahllos gefällt wurden. Die Bodenschätze wurden sowohl im Norden wie auch im Süden großflächig abgebaut mit der Folge, dass es zur Zerstörung der zusammenhängenden Wälder und zu Bodenerosionen führte. Innerhalb von 60 Jahren schrumpf der Waldbestand auf ein Viertel runter.
1957 entstand die Republik Ghana, die voller Hoffnung in die Unabhängigkeit ging aber viele Probleme bis zum heutigen Tag nicht in den Griff bekommen konnte. Seit 1981 versucht der Staat die negativen Aspekte der Staatswirtschaft zu beseitigen. Hauptprobleme sind heute im ganzen Land unter anderem Kapitalmangel und hohe Auslandsschulden. Obwohl Ghana selbst noch als Dritte-Welt-Land bezeichnet wird, hat es inzwischen im Vergleich zu den Nachbarländern (vor allem im Norden) einen höheren Grad an Wohlstand erreicht. Das ist der Grund, warum einige zehntausend Flüchtlinge aus Togo, Burkina Faso, Liberia, Niger und Nigeria dort leben. Ich habe 3 Musiker in Accra kennengelernt, die mit ihrer Familie aus Burkina Faso in den Süden Ghanas geflohen sind um hier als Künstler zu überleben. Sie lebten in heruntergekommenen Blechhäusern neben Müllhalden ohne Strom oder Wasser in der Nähe. Trotzdem bestanden sie darauf, dass ich mit ihnen eine Cola trinke und wir unterhielten uns ca. 3 Stunden über Musik, Afrika, Familie und Liebe. Zwischendurch hatte ich ein kleines Baby auf meinem Arm, das 4 Tage (!!) vorher geboren wurde und süß an meiner Brust einschlief.

Ein weiteres Beispiel für die Landflucht ist Prince, ein Safariguide mit dem ich mich ebenfalls sehr lange unterhielt. Er studiert in der Nähe von Tamale und möchte Chemiker werden. Sein Ziel ist es so schnell wie möglich nach Accra zu ziehen um dort mehr Möglichkeiten zu bekommen sein Ziel zu erreichen. Am liebsten würde er Ghana verlassen aber seine Familie braucht ihn vorort, da er englisch sprechen kann und gesunde Hände hat. Die hohe Arbeitslosigkeit im Süden des Landes war ihm nicht bekannt und sobald er genug Geld hat, beginnt seine Reise Richtung Accra. 

Gegenwärtig herrscht im Norden eine hohe Kriminalitätsrate und in einigen Städten wurde ein nächtliches Ausgangsverbot ausgesprochen. Es gibt unglaublich viele Grenzkontrollen und in fast jedem Bus fahren Soldaten mit. Diese Situation war an sich der Hauptgrund für meine frühzeitige Rückfahrt und nach 14 Stunden Busfahrt war ich übermüdet aber froh wieder in der Hauptstadt angekommen. Während der Nordreise habe ich sehr viel über das Land und ihre Bewohner kennengelernt und die lange Fahrtzeit hat mir auch sehr im Bezug auf mein Leben, meine Träume und Ängste geholfen.

 

01Oktober
2012

Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis!

Fast 600 Jahre nach den ersten Erkundungsreisen der Europäer ist mir Afrika doch weitgehend unbekannt geblieben. Überwiegend hatte ich negative Bilder im Kopf (Krieg, Armut, AIDS, Hungersnöte uvm.) Positive Geschichten habe ich generell sehr wenig von Afrika, bzw. von Ghana gehört und ich wollte mich mit diesem einseitigen Bild nicht zufrieden geben und begann lange vor meiner Ankunft verschiedene Bücher/Berichte zu lesen, die alle folgende Richtung intensiver beleuchteten. Der mit voller Vorurteilen behaftete "dunkle Kontinent" sei in Wirklichkeit ein aufstrebender Kontinent, der versucht sich von jahrhundertlanger Unterdrückung und Unterentwicklung zu befreien. Dieser Richtungswandel sei gekennzeichnet durch Vitalität, Freundlichkeit, Bescheidenheit, Humanität und Toleranz.

Diese 2 Perspektiven, die sich ja nicht gegenseitig ausschließen aber aus meiner Sicht schon sehr schwer miteinander zu kombinieren sind, haben mich neugierig gemacht und ich entschied mich aufzubrechen um mir mehr Klarheit über diesen Konflikt zu verschaffen und um auch mich besser kennenzulernen aber dazu an passender Stelle irgendwann mehr.

 Nun bin ich seit 4 Tagen in Accra um mir alles mit eigenen Augen anzuschauen und um mir ein eigenes Urteil bilden zu können. Es fällt mir (jetzt schon) sehr schwer viele Eindrücke in eigene Worte zu fassen und ich habe mich dafür entschieden etappenweise auf einzelne Aspekte detaillierter einzugehen und mir für vieles Zeit zu lassen, anstatt Tagesberichte oder Reiserouten zu präsentieren. Themenschwerpunkte lege ich spontan nach meinem Bauchgefühl und falls für Dich etwas sehr Interessantes dabei ist, das ich entweder zu wenig beleuchtet habe oder das Dich noch mehr anspricht, schreibe es mir doch einfach in die Kommentarleiste und sobald ich wieder die Möglichkeit finde ins Internet zu gehen, werde ich natürlich auf Deine Wünsche/Fragen so gut ich kann eingehen.

Ich bitte nicht den riesen Fehler zu machen und meine Ghanaberichte komplett mit gesamtem Afrika gleichzusetzen. Ghana ist nur einer von insgesamt 54 afrikanischen Staaten und stellt nicht das Aushängeschild des Kontinents dar. Ich betone dies, da mich Jemand im Vorwiege darauf aufmerksam gemacht hat und ich diesen wichtigen Tipp gerne weitergeben will.

 

Einleitend einen groben Überblick über meine Zeit in Ghana:

Gestern besuchte ich zum ersten Mal die Sky Grace School (30min Fussmarsch von meinem Haus) und nach einem sehr netten und langem Gespräch mit dem Schulleiter, habe ich die Erlaubnis bekommen an mehreren Schulen zu unterrichten, da ich so viele verschiedene Eindrücke wie möglich sammeln will und die Schulen keinen gemeinsamen Standard in Ghana vorweisen. Die Sky Grace School ist eine sehr arme Schule. Die Klassen sind nur doch Holzbalken getrennt, es gibt nur eine Toilette und die Kinder sitzen auf ganz kleinen Bänken vor größeren Bänken, die als Tische dienen. Auf das Bildungssystem, über meine Erfahrungen an den Schulen und allen diesbezüglichen Eindrücken werde ich ein anderes Mal ausführlicher eingehen. Da ich großes Vertrauen von der Organisation vorort genieße, hat sich meine Planung für die 4 Wochen stark verändert. Ich werde das kommende Wochenende + 2 Tage in den Westen an der Küste entlang Richtung Togo reisen und anschließend selbstständig eine Woche lang durch den Norden Ghanas bis an die Grenzen von Burkina Faso aufbrechen. Gerade der ländliche Raum, wo die Mehrheit der Bevölkerung lebt, interessiert mich sehr und ich habe eine Route ausgearbeitet, die mich an verschiedene Schulen und verschiedenen Stämmen vorbeiführt aber sicherlich ohne Übertreibung kräftezerrend sein wird. Falls die Uhr es zulässt, werde ich auch nochmal Richtung Elfenbeinküste aufbrechen aber die Reisezeiten dauern schon Tage, sodass ich mich sicherlich gegen Ende nochmal speziell auf eine bestimmte Schule konzentrieren werde, an der ich intensiv unterrichtet kann. Da an der Sky Grace School bis September „Vacation Time“ (Ferienzeit) ist und viele Schüler nicht da sind, werde ich dort erst später intensiver unterrichten und habe nun erstmal genug Zeit mir erstens verschiedene Schulen anzuschauen und zweitens Ghana auf eigene Faust zu erkunden.

Jetzt möchte ich auf die unglaublich gastfreundlichen Ghanaern eingehen, denen es sehr gefällt, wenn sich ihr Besuch wohl fühlt. Sehr viele Ghanaer sind wirklich äußerst freundlich, hilfsbereit und mehr als kontaktfreudig. Was mir überall auffällt ist der ghanaische Hang zum Humor. Ich lache sehr viel und diese heitere Grundstimmung tut mir sehr gut. Auf meinem Hinflug habe ich mich eine Stunde lang schon mit einem sehr netten Mann aus Accra über Gott, Liebe, Familie und Geld unterhalten und er hat mir am Ende seine Kontaktdaten mitgegeben. Er besteht darauf, dass ich mich bei ihm melde und er mir in Ruhe seine Heimat zeigen kann. Ich konnte sofort die (für uns westliche) fremde aber ehrliche Gastfreundschaft genießen, obgleich ich noch nicht einmal in Ghana angekommen war. Ein Grund für dieses große Entgegenkommen ist sicherlich die Tatsache, dass ich weiße Hautfarbe habe. Als "weißer" Mann bin ich schon im Mittelpunkt, insbesondere Kinder kommen auf mich zu gerannt und wollen mich berühren. Sie rufen mir gerne "obruni" (=Weißer) nach und winken lachend. Nach einem langen Gespräch mit einem Ghanaer erklärte er mir, weshalb gerade Deutsche so ein positives Ansehen genießen, was ja nicht unbedingt der Standard weltweit ist. Die Begründung ist in der deutschen Nachkriegsgeschichte zu finden. Er meinte, dass die Ghanaer großen Respekt vor Deutschland haben, da die damalige Bevölkerung es geschafft hat, in kurzer Zeit aus den Kriegstrümmern wieder etwas Schönes auf die Beine zu stellen und insofern sind Deutsche bis zum heutigen Tag in vielen Bereichen Vorbilder. Anders trifft es die englischen Gäste, die aufgrund der Kolonialzeit in Ghana nicht mit positiven Dingen assoziert werden und auch so größtenteils behandelt werden.


10August
2012

Wer weit wandert, kann weit zurücksehen.

Am Sonntag startet der Flieger...mein 4 wöchiges Schulpraktikum in Ghana beginnt nun. Nach einem längeren Aufenthalt in Istanbul lande ich (hoffentlich sicher) am Montag Abend auf dem Accra Kotoka Airport. Mein Reiserucksack und ich sind bereit für die kommenden Wochen und wie unten schon ausführlicher beschrieben bin ich voller Vorfreude für diese sicherlich prägende Phase in meinem Leben. Sobald ich in Ruhe Zeit finde und nicht nur körperlich sondern "richtig" angekommen bin, werde ich ausführlich von meinen (ersten) Eindrücken erzählen.

21Juli
2012

Ein gutes Essen ist Balsam für die Seele...scharfes Essen ist gut für meine Tränendrüsenaktivierung. :)

Da das Essen in Ghana oft sehr scharf gewürzt ist, wollte ich mich darauf vorbereiten und habe in meiner Küche zu passender afrikanischer Musik eine Speise zubereitet, die mich erst zum tiefen durchatmen, dann zum schwitzen gefolgt von melancholischen Weinattacken brachte und mir meine Grenzen schnell vor Augen führte. Ich kann jetzt darüber lachen aber als ich mit rotem Kopf in meinem Händen am Esstisch saß, dachte ich mir schon "Tommy, nicht gut." Die Chilis haben zwar diese Runde eindeutig gewonnen aber mir meine Vorfreude nicht nehmen können. Noch 3 Wochen. Ich freue mich. :)

Ich habe Montag Geburtstag und werde den Tag mit meinen Eltern und Freunden verbringen. Von Einigen muss ich mich jetzt schon verabschieden, da ich Anfang August noch zu einem Freund nach Wien fliege und zeitlich alles recht knapp wird. Meine Schwester reist mit ihrem Freund gerade durch Thailand und auch meine Eltern brechen bald für ein paar Tage in den Süden Deutschlands zu Familienangehörigen auf. Die ganze Familie ist also auf den Beinen. :)

Ich berichte bald wieder und verabschiede mich fürs erste mit einer (für mich) wunderbaren Live Version des Liedes "Heart of Gold" aus dem Jahr 1971 von "Neil Young". Bis bald und ich hoffe sehr, dass es euch gut geht.

10Juli
2012

Wenn Du Jemanden helfen willst, schenke ihm einen Fisch. Aber wenn du ihn glücklich sehen willst, lehre ihm das Fischen.

Nach toller Rücksprache mit der Organisation und den Teamleitern vorort in Accra habe ich nun eine feste Zusage erhalten, dass ich neben meiner Sozialarbeit ebenfalls die Möglichkeit bekomme als Lehrer an einer Schule zu unterrichten.

Und zwar an der Sky Grace International School, die erst im Mai 2003 gegründet wurde. Zu Beginn gab es nur 6 Schüler. 4 Mädchen und 2 Jungen. Das Ziel der Schule ist es Eltern, die es sich nicht leisten können ihren Kindern eine schulische Ausbildung zu ermöglichen, zu unterstützen. Es gibt eine pre-school, primary und eine Junior High School.

Unter anderem warten folgende Aufgaben auf mich, die ich mit vollem Herzen ausführen werde. :)

1. Teaching English language using the syllabus.

2. Social welfare to help the children.

3. To build children in all areas, both academically and socially.

Ich habe jetzt noch 2 offene Impftermine und mache mich die Tage auf den Weg ein gutes Moskitonetz zu kaufen. Mir wurde ein toller Reiseladen diesbezüglich direkt in Kiel empfohlen und ich bin gespannt, ob es das verspricht, was ich mir erhoffe. :)

Und wie immer...zum Abschluss ein wunderbares afrikanisches Lied, das mich zurzeit beim Einkaufen und Sport machen begleitet. :)

Es heißt "Fanta Bourama" und stammt aus Mali. Gespielt wird es von einem der bekanntesten Gitarristen aus Afrika...Djelimady Tounkara.

Viel Spass

07Juli
2012

Die Welt ist so riesig...aber manchmal auch überraschend klein!

Per Zufall habe ich einen Menschen kennengelernt, der nicht weit von mir zuhause entfernt wohnt und in Accra aufgewachsen ist. Im Nebensatz kamen wir auf das Thema und wir mussten Beide gefühlt 3 Minuten am Stück lachen als wir merkten, dass jeder es ernst meint. Da wohnt man im Norden Deutschlands und lernt völlig unerwartet Jemanden kennen, der genau aus der afrikanischen Stadt kommt, in die man reisen wird. Für mich ist das wirklich ein tolles und spannendes Gefühl, das mir mal wieder vor Augen führt, wie unerwartet und voller Überraschungen die Zukunft ist. Manchmal toll...aber auch manchmal traurig. Dieses mal habe ich die schöne Seite erleben dürfen. :)
Abrunden will ich diesen Tag mit einem wunderbaren Liebeslied von der unbekannten Band "Vertical Horizon". Wahrer Text und tolle Stimmen.

Hier der Link zu dem Lied:
http://www5.zippyshare.com/v/12877229/file.html 

Cucu, euer Tommy

05Juli
2012

Es ist anstrengend, etwas Neues zu entdecken. Also ziehen wir es vor, zu bleiben, wie wir sind. Und da liegt die eigentliche Schwierigkeit.

Hey :)

ich habe bis jetzt versäumt genauer auf das Projekt meiner Reise "Sozialarbeit mit Kindern" einzugehen und dies möchte ich einleitend nachholen. Ich werde mich einen Monat lang mit um Kinder in einem Waisenhaus, in einer Kindertagesstätte und um Straßenkinder in Accra kümmern. Dort wo Hilfebedarf sein wird, werde ich versuchen meine Kraft und mein Lächeln einzubauen und dadurch hoffentlich aktiv dazu mit beitragen, dass die Kinder und ich schöne Augenblicke erleben können

Da ich gerade meinen Bachelor Abschluss an der Uni Kiel anstrebe (Sportwissenschaften und Germanistik auf Lehramt), ist nun ein sehr guter Zeitpunkt zum sammeln prägender neuer Eindrücke für mich gekommen und da ich schon seit sehr langer Zeit weiß, dass ich mit Kindern meine zukünftige Zeit auf dieser Welt verbringen will, spürte ich, dass sich der Schritt nach Ghana zu fliegen mehr als richtig anfüllt. 

"In dir selbst ist die ganze Welt verborgen, und wenn du weißt, wie man schaut und lernt, dann ist die Tür da und der Schlüssel ist in deiner Hand. Niemand kann dir diesen Schlüssel geben oder die Tür zeigen, nur du bist dazu in der Lage."  (Krishnamurti 100 Jahre)

Der Austausch mit Mitreisenden macht neugierig auf die kommende Phase in meinem Leben, da soviele spannende Themen schon im Vorwiege angeschnitten werden und die Vorfreude dadurch gemeinsam wächst. Es wird eine prägende Zeit. :)

Nun möchte ich nochmal kurz auf meine Reisevorbereitungen eingehen, da ich dadurch vielleicht interessante Aspekte für angehende Ghanareisende anspreche.

Gerade die Notwendigkeit der Impfungen kann und wird ziemlich teuer für euch werden, wenn man den Vorschlägen der Ärzte folgt. Ich habe z.B meine Pflichtimpfung + vorgeschlagene Impfungen und vorbeugende medizinische Maßnahmen in der Kieler Uniklinik besprochen und auch umgesetzt, sodass ich viel Geld für meine Gesundheit bezahlt habe, was ich nicht schlimm finde...aber da ich bei der Techniker Krankenkasse bin, werden diese Kosten von dieser Versicherung im nachhinein zurückerstattet.

Ich möchte hier wirklich keine einseitige Werbung für eine Versicherung machen, sondern angehenden Reisenden nur Perspektiven aufzeigen und sie darüber informieren, dass sich genaueres nachlesen über das Entgegenkommen ihrer Versicherung bezüglich Reiseimpfungen sehr lohnen kann,

Abschließend möchte ich gerne loswerden, dass es für mich ein tolles Gefühl ist mich über andere Kulturen, Gesellschaften und Kontinente zu informieren und wenn ich wie so oft tiefer in der Recherche versinke, macht dies etwas mit mir. Es ist schwer zu erklären aber es erfüllt mich, wenn ich Reiseberichte lese, Bilder und ihre Geschichte betrachte sowie weitere Eindrücke in mir aufnehme. Vielleicht habt ihr ja Lust mit mir eure Gedanken und Erfahrungen in der "Kommentar Leiste" zu teilen. :)

Wie ihr seht beende ich die meisten meiner Blog- Einträge immer mit einem Musikclip. Das liegt daran, dass Musik mir wirklich sehr viel bedeutet, viel mit mir macht, Kraft gibt und meine Gefühle oft steuert. Mit jedem Lied verbinde ich etwas und es prägt mich gegenwärtig (natürlich auch im Bezug auf Ghana) und vielleicht gefallen sie euch ja auch. :)

Bis bald...euer Tommy

01Juli
2012

Die Tage vergehen...meine Vorfreude nicht :)

Wir haben den ersten Juli :)

Happy Republic Day to all Ghanaians!

Nach vielen tollen Gesprächen mit meinen Freunden, meiner Familie und auch anderen Ghanareisenden wächst die Vorfreude weiterhin an und dieser Austausch erfüllt mich. 

Mein Visum ist (überraschend schnell) angekommen und nach den 5 weiteren Impfungen nächste Woche habe ich den ersten großen Organisationsberg lächelnd überwunden.

Das macht mich froh und dies wollte ich hier nur schnell mit euch teilen, da sich für mich viel in die richtige Richtung bewegt. :)

16Juni
2012

Mein Tipp: Praktisches Reisehandbuch für Ghana von Jojo Cobbinah

Ich habe mir den Reiseführer "Ghana - Praktisches Reisehandbuch für die 'Goldküste' Westafrikas gekauft und möchte es hier gerne weiterempfehlen, da es wirklich sehr gut aufgebaut ist und auf alle (für mich) relevanten Dinge eingeht.

Schaut euch gerne zusätzlich die Kundenrezensionen bei Amazon an: 

http://www.amazon.de/Ghana-Praktisches-Reisehandbuch-Goldk%C3%BCste-Westafrikas/dp/3898591158

11Juni
2012

Die "To do" Liste auf dem Schreibtisch in Angriff nehmen

Um nach Ghana einfliegen zu "dürfen", muss ich im Vorwiege noch ordentlich meine Hausaufgaben erledigen.

Pflichtimpfungen, Gespräche mit dem Arzt, Visumbeantragung und Flüge bestellen sind einige der Punkte, die auf meinem "To do" Zettel weit oben stehen.

Aber das alles mache ich mit einem Lächeln, da ich weiß wofür der ganze Aufwand ist und für Dinge, die einem wichtig sind, investiert man halt gerne Zeit und Kraft. :)

Ich fliege Mitte August erst los und obgleich es noch so lange bis dahin ist, steigt die Vorfreude kontinuierlich weiter an und die Gespräche mit Bekannten, die schon einmal in Ghana waren, erwecken eine Neugierde und Freude in mir, die sehr gut tut!!!

 

11Juni
2012

Bald geht es los... :)

Hey,

dies ist mein erster Eintrag in diesem Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse in Ghana berichten aber erstmal meine Vorfreude auf Papier bringen und meine Neugierde, bzw. natürlich auch meine Nervosität hier freien Lauf lassen.

Ich bin sehr nervös. Ehrlich...aber das ist ja ein gutes Zeichen. Die Vorfreude wächst und ich erwische mich regelmäßig beim Sammeln weiterer Informationen und es macht mir viel Spass die ersten afrikanischen Sätze zu lernen.

Es gibt so wunderbare Literatur über das Land und natürlich auch über den Kontinent, der mir solange weit weg und völlig fremd vorkam aber nun einen großen Stellenwert meiner Gedanken, Wünsche und Ziele einnimmt. 

"Die Welt ist zum entdecken da".

Jetzt ist der Moment für mich gekommen, an dem ich die Welt aus einem anderen Blickwinkel betrachten will...nämlich aus dem afrikanischen :)